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April/Mai 2010 von Franz Mohr :
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Aus dem Inhalt:
Auf CD 1: Kindheit von FM, Krieg, Laufbahn als Musiker und Steinway-Techniker, Ausreise in die USA, Bill Hupfer, Glenn Gould, , Arthur Rubinstein, Der Trick mit dem Haarspray, ein tiefgefrorener Flügel, Wladimir Horowitz…
CD2: Freundschaft mit Rudolf Serkin, langjährige Arbeit für Wladimir Horowitz – und viele Erlebnisse mit ihm, Techniker-Fragen rund um das “absolute Gehör�, Tod von Horowitz…
CD3: Vergleich von Rubinstein und Horowitz, Horowitz lädt sich selber bei Franz Mohr ein, Wanda Horowitz-Toscanini, Van Cliburn, die “weisse Fliege� im Weissen Haus, Begenungen mit amerikanischen Präsidenten…
CD4: Hintergrund-Informationen zum Steinway-Flügel, die Arbeit des KLavierstimmers, Glaubensthemen, Erlebnisse in Thailand… Zugabe: Eine launige Lobrede von Ronald Reagan auf Horowitz

Franz Mohr an der Jahreskonferenz von Crescendo in Malmö mit einem Kuchen in "Steinway-Form"
"Grosse Maestros, hinter der Bühne erlebt" erschien zum 80. Geburtstag von Franz Mohr auf Schwedisch!
German books:
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252 S. (+ 32 S. Fotos s/w und farbig)Preis:
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Franz Mohr: Große Pianisten, wie sie keiner kennt
"Dieses Buch ist eine Sammlung von Geschichten über große Pianisten, große Instrumente und einen Klaviertechniker mit einem großen Herzen."
Brunnen/Crescendo, 208 Seiten, gebunden, mit Schwarzweißfotos, € 15,95 / CHF 29,80
Franz Mohr/Beat Rink: Große Maestros, hinter der Bühne erlebtDer Chef-Konzerttechniker von Steinway & Sons im Gespräch über seine besonderen Erlebnisse mit Glenn Gould, Wladimir und Wanda Horowitz, Rudolf Serkin und anderen Berühmtheiten.
Brunnen/Crescendo, 220 Seiten, davon 32 Seiten mit Schwarzweißfotos, gebunden, € 13,95 / CHF 24,80
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Frank Mazurco, Executive Vice President von Steinway & Sons anlässlich des 80. Geburtstags über Franz Mohr
• Ein grosses Instrument : Der Steinway
• Ein begnadeter Pianist: Horowitz
• Ein meisterlicher Techniker: Franz Mohr
"Franz Mohr ist ein Gottesmann, ein wunderbarer Familienmensch, geliebt von seiner ganzen Familie, allen voran von seiner Frau Elisabeth, seinen Kindern und Grosskindern."
Wir sind so glücklich, dass wir Franz unseren "friend in God" nennen dürfen !
Frank & Joyce Mazurco
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Über Franz Mohr:
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Franz Mohr mit Van Cliburn >>"Der beste Klaviertechniker der Welt", attestieren ihm die grossen Pianisten und loben neben seinem unvergleichlichen, jahrzehntelang erprobten Geschick auch seine warmherzige, das Lampenfieber senkende Ausstrahlung. Franz Mohr ist zweifellos seit Jahrzehnten einer der bedeutendsten Männer hinter den Kulissen des internationalen Konzertlebens – vor allem dort, wo Grössen wie Vladimir Horowitz, Arthur Rubinstein oder Glenn Gould auftraten. Entsprechend einzigartig und faszinierend ist der Blick hinter diese Kulissen.
Mohrs autobiografische Bücher: "Grosse Pianisten, wie sie keiner kennt" und „Grosse Maestros, hinter der Bühne erlebt“ finden eine begeisterte Leserschaft und erlebten innert kürzester Zeit mehrere Neuauflagen und Übersetzungen in vielen Sprachen – darunter auf Japanisch, Chinesisch, Englisch, Deutsch und Russisch.
Dieser Erfolg veranlasste u.a. das Bayrische Fernsehen zu einem 45-minütigen Film, der im Herbst 1996 im ZDF, ORF und 3sat und seither auf vielen Kanälen ausgestrahlt wurde.
Der in Düren im Rheinland Franz Mohr, der seit den 60-er Jahren in New York lebt, ist auch ein hervorragender Redner, der seine Zuhörer mit humorvollen Anekdoten und für jedermann verständlichen Auskünften über seine Arbeit als Steinway-Cheftechniker begeistert. Franz Mohr ist immer noch für Maurizio Pollini und Andras Schiff tätig und hält weltweit vielbeachtete Vorträge und gibt Technikerseminare.
„Franz Mohr ist ein wahrer Meister in der Kunst des Klavierstimmens und der Klaviertechnik. Ich bin ihm für seine Arbeit sehr zu Dank verpflichtet.“ (Maurizio Pollini)
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BILDER AUS FRANZ MOHRS FOTO- ALBUM
© Franz Mohr:
Als junger Violinist
Franz Mohr hilft Wladimir Horowitz mit dem Klavierstuhl
Wladimir Horowitz und Isaac Stern

Horowitz im Weissen Haus zusammen mit Nancy und Ronald Reagan

Van Cliburn spielt im Weissen Haus bei einem Staatsempfang. Franz Mohr war unzählige Male im Weissen Haus
Wladimir Horowitz mit Wanda: Geburtstags-Einladung. Franz und Elisabeth Mohr waren jedes Jahr dabei

Mit Isaac Stern

Im Haus von Rudolf Serkin in Vermont, wo Franz Mohr über viele Jahre hinweg die Pianos gestimmt hat

Mit seinem Sohn Michael in der Steinway Fabrik, das Register der Steinway-Pianos auf der allerersten Seite aufgeschlagen
INTERVIEW: "Ich beginne den Tag mit Gebet"
Seit über zehn Jahren verbindet uns bei „Crescendo“ eine intensive Freundschaft mit Franz Mohr, dem Klaviertechniker von Wladimir Horowitz, Arthur Rubinstein, Glenn Gould und vielen anderen grossen Pianisten. Diese Verbundenheit hat unter anderem Niederschlag gefunden in der Herausgabe der Bücher „Grosse Pianisten, wie sie keiner kennt“ und dem ursprünglich auf Deutsch verfassten Interview-Buch „Grosse Maestros, hinter der Bühne erlebt“ sowie in der jährlichen Durchführung von Vorträgen in verschiedenen europäischen Ländern. Verschiedene Übersetzungen der Bücher und die Herausgabe eines weiteren Buches mit Franz Mohr und anderen Gesprächspartnern („Mehr als Musik“) ist in Bearbeitung.Anlässlich seiner Vortragsreise im Juni 2004 wollte Beat Rink wissen, wie Franz Mohr seinen Alltag gestaltet.
(aus: © Zeitschrift "Crescendo" No 66/67 "Alltagsleben" Oktober 2004)
Crescendo / Beat Rink: Franz Mohr, wie sieht Dein Tagesablauf aus?
Franz Mohr: Normalerweise spielt es keine Rolle, wie spät ich ins Bett gehe: um sechs Uhr früh bin ich auf. Ich mache mich fertig und freue mich immer darauf, die Zeit in der Gemeinschaft mit Jesus zu verbringen. Ich habe mein Leben lang an die Kraft des Gebetes geglaubt.
Du bist ein eifriger Beter. Wie wird man das?
Franz Mohr: Nun, an Neujahr fasst man ja immer neue Vorsätze – auch als Christ: „Herr von nun an will ich mindestens 20 Minuten im Gebet verweilen, und das jeden Tag…“ – aber es klappt dann nie. Bei mir kam das so, dass über die Zeit, über die Monate und Jahre hinweg wurde meine Gebetsliste länger und länger wurde, so dass ich mich darauf freue, am Morgen mindestens eine Stunde im Gebet zu verbringen und damit das Fundament zu legen für den Tag zu legen. Um nochmals auf die Frage zu antworten: Es gibt eine Wandlung im christlichen Leben von der Gebetsdisziplin zu Gebetsfreude. Es ist eine wunderbare Umwandlung, die sich natürlich nicht über Nacht vollzieht. Es ist ein Prozess.
Du schreibst Dir also die Gebetsanliegen auf?
Franz Mohr: Ja ohne diese Liste bin ich verloren. Obwohl ich sie manchmal suchen muss, weil ich sie irgendwo verlegt habe.... Natürlich verändert sich diese Liste auch immer wieder. Und aus dem Bitten wird immer wieder ein Danken!
Nun bist Du also schon vor dem ersten Kaffee wach...
Franz Mohr: Oh ja, das Gebet kommt zuerst. Und dass man auch während des Tages, während der Arbeit beten kann, begeistert mich. Gerade auch, wenn Schwierigkeiten kommen. Ich habe schon oft meine Hand sogar auf einen Flügel gelegt und Gott um Hilfe gebittet, wenn ich nicht mehr weiter wusste. Es gibt gewisse Dinge, die selbst ein guter Techniker nicht korrigieren kann. Dann bete ich, und weisst Du, was dann immer passiert? Obwohl ich mir über eine bestimmte Regulierung oder einen Ton berechtigte Sorgen mache, beschwert sich der Künstler nicht! Noch nie hat sich ein Künstler über den Ton oder die Regulierung beschwert, nachdem ich gebetet habe!
Wie gestaltet sich dann Dein Tag? Gibt es da gewisse Abläufe, die gleich bleiben?
Franz Mohr: Nach dem Gebet kommt das das Frühstück mit meiner Frau Elisabeth. Und nach dem Frühstück lese ich mit Freuden in meiner Bibel. Ich habe einen Bibelleseplan, nach dem man die Bibel in einem Jahr durchlesen kann. Gerade jetzt bin ich bei dem Klagelied.
Und trotzdem scheinst Du noch sehr fröhlich zu sein, obwohl du die Klagelieder liest...
Franz Mohr: Es kommt sehr viel Positives in den Klageliedern vor! Wenn ich zur Arbeit in die Stadt oder sonst wohin fahre, lese ich meine Bibel auf der Zugfahrt. In den Sprüchen und Psalmen und auch immer etwas in den Briefen lese ich jeden Tag.
Du zitiert du immer wieder ein Wort von Luther über das Bibellesen...
Franz Mohr: Als ich Christ wurde, war ich so begeistert von Gottes Wort, dass ich überschwänglich wurde. Ich lehnte sogar die Zeitung ab und wollte nur die Bibel lesen und Alles darin verstehen. Nun, in der Bibel gibt es aber so viele Dinge, die du nicht verstehst. Da hat mir ein Wort von Luther sehr, sehr geholfen: „Ich lese die Bibel, wie ich mein Apfelbaum ernte: Ich schüttle ihn, und was runterkommt und reif ist, das nehme ich. Das andere lasse ich noch hängen.“
Besonders die Leser der Bücher, in denen Du vor Jahren über Dein Leben mit den grössten Pianisten des ausgehenden 20. Jahrhunderts erzählt hast, möchten bestimmt wissen: Was tut Franz Mohr heute mit 76 Jahren? Hat er sich etwa zur Ruhe gesetzt?
Franz Mohr: Nein! Mein Gebet ist, dass ich bis zur letzten Minute beschäftigt bleiben darf. Und ich glaube, dass Er mein Gebet erhört. Ich habe noch im Ohren wie meine Eltern beteten. Sie beteten abends laut: „Herr gib uns doch eine glückselige Sterbestunde.“ Und das hat der Herr erhört. Meine Mutter ging heim, ohne je einen Tag in ihrem Leben krank gewesen zu sein. Sie setzte sich eines Tages aufs Sofa , und meinte: „Vater ich fühl mich nicht gut“ – und war weg. Und auch mein Vater: Er wohnte zum Schluss in einem katholischen Altersheim. Er war 87 Jahre alt, sehr fröhlich und lustig - und las jeden Tag seine Bibel. Eines Abends verabschiedete er sich von all den Schwestern, und sagte: „Ich gehe heim. Ich bin müde.“ Er legte sich hin - und am nächsten Tag war er heimgegangen.
Aber Du bist nun noch voller Tatendrang. Wie sehen Deine Tage, Woche und Monate aus?
Franz Mohr: Ganz verschieden. Wenn ich Zuhause bin, was nicht so sehr oft vorkommt, spiele auf meinem Computer herum: ich beantworte meine Emails und auch meine Post. Ich habe mir zur Gewohnheit gemacht, jeden Brief zu beantworten. Es mag etwas dauern, bevor ich dazu komme, aber ich beantworte jeden Brief. Ich reise auch sehr viel. Oft besuche ich Steinway-Händler und halte Seminare für Klaviertechniker. Und dann vor einem grösseren Publikum über mein Leben mit den grossen Pianisten. Manchmal sind das bis zu drei Vorträgen pro Tag. Das mache ich sehr gerne. Aber ich bin rege. Ich habe kaum mehr Freizeit – ausser in den Ferien. Als ich mit Horowitz reiste, gab es immer Tage, an denen ich frei war und etwas touristisch unternehmen konnte.
Daneben gibt es jährlich eine bis zwei Tourneen, die Du mit Künstlern machst.
Franz Mohr: Obwohl ich mich offiziell zur Ruhe gesetzt habe, mache ich noch ganz gerne die amerikanische Tour mit Maurizio Pollini. Und meistens dann noch jene mit Andras Schiff. Oder ich stimme noch für mein lieben Freund Horracio Gutierrez.
Wie sieht dann ein Tag aus?
Franz Mohr: Einen Tag vor dem Konzert bereite ich den Flügel für die Probe vor. Vor dem Konzert wird der Flügel nochmals geprüft. Meistens bin ich während des Konzerts hinter der Bühne. Niemals war mir wohl, wenn ich im Publikum sass. Denn wenn etwas passiert, bin ich gleich auf der Bühne. Normalerweise passiert natürlich nichts.
Du bist auch bei der Generalprobe dabei?
Franz Mohr: Niemals lasse ich den Künstler bei einer Probe allein. Und das ist ungeheuer wichtig. Es kann auch vorkommen, dass plötzlich jemand etwas beanstanden will. So in Boston, wo vor noch nicht langer Zeit die Berliner Philharmoniker mit Pollini unter Abbado spielten. Das muss ich doch rasch erzählen: Es ist bekanntlich für die Klaviertechniker sehr wichtig, sich auf den richtigen Kammerton einzustellen, der im jeweiligen Orchester gilt. Unglücklicherweise hat man sich immer noch nicht auf einen universellen Kammerton geeinigt. Er steht mal auf 440, auf 441 oder auf 442. Die Berliner kamen in der Zeit von Herbert von Karajan sogar auf 446. Das einzige elektronische Werkzeug, das ich gebrauche, ist die elektronische Stimmgabel, um absolut sicher zu sein, dass ich den Kammerton habe, der verlangt wird. Von den Berlinern hatte ich es mir schriftlich geben lassen, dass sie den Kammerton auf 443 gestimmt haben wollten. Und das tat ich auch. In Boston waren alle zufrieden. Das nächste Konzert war dann in New York. Während der Probe war ich der einzige Zuhörer. Ich sass unten im Saal. Der Konzertmeister gab den Ton an – und da sprang der berühmte Oboist Jörg Schellenberger auf und rief: „Maestro, wir spielen nicht mit solch einem Kammerton, der auf 446 steht!“ Ich rufe von unten herauf: „Moment bitte!“, stelle mein Gerät ein und laufe damit auf die Bühne. Das Orchester schaut etwas komisch. Ich schlage das „a“ an und halte das Gerät hin. Der Zeiger steht ganz genau auf 443. Aber da sagt mir Abbado nur: „Am besten überprüfen sie Ihre Elektronik!“ Nun darf man keinem grossen Künstler widersprechen. Dieser hat immer recht. So entgegnete ich ihm: „Ich habe den ganzen Nachmittag Zeit. Ich werde den Flügel noch einmal überprüfen.“ - Am Abend kam dann das Konzert. Nach dem Klavierkonzert verliess Abbado mit Pollini die Bühne und wandte sich sofort an mich: „Vielen Dank, dass sie es verbessert haben! Jetzt war es perfekt!“ Schellenberger sagte nichts. Ich hatte aber gar nichts geändert!
Im „Vater Unser“ heisst es: „Gib uns unser tägliches Brot“. Was heisst „tägliches Brot“ für dich? Wo möchtest, dass Gott Dir im Alltag hilft?
Franz Mohr: Es ist alles tägliches Brot. Alles, was auf uns zukommt, und womit der Herr uns versorgt.
Worüber bist du besonders dankbar?
Franz Mohr: Über die Führungen des Heiligen Geistes. Es gibt keine grössere Freude für einen Christen, als dort zu sein, wo Gott ihn haben möchte. Jesus hat gesagt: „ich bin gekommen, dass sie das Leben haben“. Nun hat jeder Christ das Leben, das von Jesus kommt: ewiges Leben! Aber dann geht der Satz in Johannes 10:10 noch weiter „dass sie ein voll ausgefülltes Leben haben“. Das sind zwei verschiedene Dinge. Das ewige Leben ist wichtig, das zweite aber genau so. Darum ist es wichtig, dass wir dem Herrn unser Leben täglich übergeben; dann wird es „ausgefüllt“ sein. So viele Christen, die wiedergeboren sind, führen sich selbst und fragen den Herrn gar nicht: „Tue ich eigentlich das, was Du von mir möchtest?“ Mein Gebet ist immer das gleiche: „Hier bin ich. Ich weiss nicht, was mir heute begegnet. Aber bitte lass mich empfindlich sein für die Führung des Heiligen Geistes, damit ich so handle und so durch den Tag gehe, dass andere gesegnet werden.“ Es ist so wunderbar, sich dem Herrn zur Verfügung zu stellen. Manchmal ist es für mich, als würde ich an die Seite treten und mit Bewunderung zusehen können, was er tut. Es ist so fantastisch. Jeder von uns hat eine Aufgabe, die nur er oder sie erfüllen kann. So funktioniert der Leib Christi: Es gibt eine Aufgabe, die ganz auf dich zugeschnitten ist, die niemand anders erfüllen kann. Das Tragische ist, das wir als Christen nicht gehorsam sind und Ihm die Führung überlassen wollen. Ich glaube von ganzem Herzen, dass eines Tages ein jeder von uns vor den Richterstuhl Gottes tritt und dort unsere letzten Tränen weinen, weil wir sehen, was Gott für einen wunderbaren Plan für unser Leben hatte... doch wir selbst sassen im Führersitz statt Ihm die Führung in unseren Leben zu überlassen.
Auch für Musiker ist es wichtig, dass man an den Platz kommt, wohin Gott einen stellen möchte. Zum Beispiel können einen falsche Ambitionen irreführen...
Franz Mohr: Ich selbst hatte falsche Ambitionen. Weil ich ja begabt war und ein erfolgreicher Geiger werden wollte. Das war mein Traum. Und dann passierte das mit meiner Hand. Ich hatte viel zu viel geübt. Ich wollte etwas erzwingen. Dann brachen alle Träume zusammen. Doch der Herr führte mich: Ich wurde Klavierstimmer und Konzertstimmer. Es bricht mein Herz, wenn ich gerade in der Musikwelt so viele jungen Leute mit falschen Ambitionen sehe. Ich denke da an eine Christin, die um alles in der Welt eine Karriere als Pianistin machen will und jeden nur erdenklichen Meisterkurs belegt und für ihre Studien viel Geld und Zeit einsetzt, aber eigentlich schon längst einsehen müsste, dass dies nicht ihr Weg ist. Wenn wir unsere eigenen Pläne verfolgen, verpassen wir oft gerade das, was Gott für uns bereit hält.
Franz Mohr, danke für das Gespräch.
(Mohzill@aol.com)
